Es ist ein voller Erfolg: In bundesweit rund 100 Städten sind BürgerInnen beim Umfairteilen-Aktionstag für eine stärkere Besteuerung von Reichtum, gegen soziale Ungleichheit und Sozialabbau auf die Straße gegangen. Das sind mehr als doppelt so viele Orte wie beim ersten Aktionstag 2012. Von Kiel bis Rosenheim, von Aachen bis Bautzen gab es Menschenketten, kritische Stadtrundgänge, Straßentheater, Umfairteilen-Gottesdienste und Open-Air-Konzerte, bis hin zu Unterschriftenaktionen und Demonstrationen. Allein in Bochum gingen mehr als 2000 Menschen auf die Straße.
In Berlin und Saarbrücken verteilten die Demonstrierenden über Menschenketten symbolisch Geld um. In Bremen und Freiburg organisierten die lokalen Bündnisse Aktionsstadtrundgänge zu Orten der Armut und des Reichtums. In größeren Städten wie in Bochum oder Hannover kam es zu Demonstrationen und Kundgebungen. In Halle (Saale) und Gütersloh wurde dabei "rückwärts" demonstriert, in anderen Städten kam es zu "Reichen"- oder "Robin-Hood"-Demonstrationen in entsprechender Kostümierung. In Hamburg luden die UmfairteilerInnen vor dem Rathaus zum "Red Dinner", in Neuruppin zum Umfairteilen-Gottesdienst.
Die breite Beteiligung zeigt: Die Bewegung gewinnt fantastisch an Fahrt; die Politik kann die Augen vor der Verteilungsfrage nicht mehr verschließen. Der Aktionstag ist ein wichtiger Auftakt für weitere Proteste. Denn die Vermögenskonzentration in Deutschland ist nicht nur ungerecht, sie ist obszön. In ganz Europa spitzt sich die Lage zu, die wachsende soziale Ungerechtigkeit brennt den Menschen auf den Nägeln. Deswegen haben heute tausende Menschen in ganz Deutschland eine neue Solidarität eingefordert.
Die Reichen und Superreichen müssen endlich in die Pflicht genommen werden, um Investitionen in mehr Bildung und Soziales, Pflege und Gesundheit, in bessere öffentliche Infrastruktur, sozialen Wohnungsbau und die Energiewende zu ermöglichen. Und wir brauchen dringend neue Spielräume für Schuldenabbau und internationale Armutsbekämpfung. Dafür braucht es endlich eine dauerhafte Vermögenssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe und den konsequenten Kampf gegen Steuerbetrug und Steueroasen!
Fehlende Kita-Plätze, geschlossene Bibliotheken, mangelhafter Nahverkehr – der öffentlichen Hand fehlt das Geld für wichtige Investitionen. Die Schere zwischen Reich und Arm in Deutschland klafft immer weiter auseinander. Dies untergräbt den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Unterzeichnen deshalb auch Sie unsere Forderung nach einer höheren Besteuerung von Vermögen!
Zur Zeit freuen wir uns darüber, dass immer mehr Prominente unseren Aufruf unterschreiben. Dazu gehören: Die MusikerInnen Jan Delay, Hannes Wader, Johanna Zeul, Ulla Meinecke, Klaus der Geiger, Dota Kehr sowie Rocko Schamoni, die Band Brings, und Bela B. Die Schauspieler Michael Fitz, Jan Georg Schütte, Steffen Groth, Peter Sodann etliche Kollegen. Zahlreiche SchriftstellerInnen sowie die Kabarettisten Wilfried Schmickler, Christoph Sieber, HG Butzko, Volker Pispers und viele andere. [mehr]
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